Herbert Grönemeyer: „Meine Mutter leidet an Alzheimer“

März 16th, 2011 § 1 Kommentar

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Hier haut er in die Tasten: Herbert Grönemeyer

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„Jetzt kann ich wieder befreit Musik machen“ (Herbert Grönemeyer im „Stern“-Interview)

Herbert Grönemeyer (54) ist zurück! Sein neues Album „Schiffsverkehr“ erscheint am Freitag. Es klingt nach Aufbruch und Lebensfreude, es geht ans Herz, macht aber auch nachdenklich. Man erfährt viel über den Menschen Herbert Grönemeyer. Seiner Mutter widmete er den Song „Deine Zeit“.

„Meine Mutter leidet an Alzheimer. Gespräche mit ihr sind schwierig geworden. Sie vergisst oft innerhalb weniger Sekunden, worüber wir gerade eben noch sprachen. Ich sitze mit ihr zusammen und denke: ‘Wo ist sie wohl gerade? Woran denkt sie? Was läuft gerade in ihrem Kopf ab?“, erklärt der Sänger im „Stern“-Interview.

Seine Mutter erkenne ihn zwar noch, aber für Grönemeyer sei es ein trauriger „Abschied auf Raten“.

Herbert Grönemeyer: „Aber sie hat jetzt auch etwas sehr Rührendes, weil sie in vielen Situationen viel gütiger und leichtfüßiger durchs Leben geht. Man kann mit ihr jetzt in guten Momenten rumalbern und Witze machen. Das war früher viel schwieriger.“

Nicht der erste Schicksalsschlag in seinem Leben. 1998 starben seine geliebte Frau Anna und ihr Bruder Wilhelm an Krebs. Herbert Grönemeyer brauchte lange, um diesen Verlust zu verarbeiten. Seit mehr als zehn Jahren lebt der in Bochum aufgewachsene Sänger nun in London, verbringt aber auch sehr viel Zeit in Berlin (seine Tochter studiert hier Design, sein Sohn lebt in Berlin, und auch sein Studio befindet sich in Berlin).

Das Leben in London beschreibt Grönemeyer als „viel entspannter“. Allerdings nicht immer.

„Ich saß in einem Taxi, abends, und kam gerade von einem Essen mit Freunden. Da standen plötzlich ein paar Typen mitten auf der Straße“, erinnert sich der 54-Jährige. Einer der Männer griff den Taxifahrer durch das offene Seitenfenster an, schnitt ihm mit einem Messer in die Nase. Grönemeyer rief die Polizei, kam selbst unverletzt davon. „In dem Moment stand ich selbst völlig unter Schock“, sagte Herbert Grönemeyer dem „Stern“.

Inspiration für sein neues Album „Schiffsverkehr“ holte sich der Sänger unter anderem in Stockholm. Dort habe er vor allem Shrimps gegessen – „auf und unter Toast, mit sehr viel Mayonnaise“ – und sich die vielen Schiffe angesehen. Schiffe, sagt er, seien für ihn schon immer ein Symbol für Freiheit, Aufbruch und „nach vorne blicken“ gewesen. Deswegen auch der Album-Titel „Schiffsverkehr“, erklärte Herbert Grönemeyer bei seiner Albumpräsentation in Berlin.

Die Botschaft des neuen Albums?

Grönemeyer will Lebensfreude vermitteln, den Menschen unter anderem auch die Botschaft mitgeben, dass sie für ihr Glück selbst verantwortlich sind.

Ab Mai geht Herbert Grönemeyer auf große Tour. Tourstart ist am 31. Mai auf der IGA-Parkbühne in Rostock.

§ Eine Antwort auf Herbert Grönemeyer: „Meine Mutter leidet an Alzheimer“

  • Anonym sagt:

    Meine Mama bekam mit 52 Jahren die Diagnose Alzheimer! Für uns alle ein Schock! Meine Mutter war eine Machcherin ,sie hat allen Menschen immer geholfen und war für jeden da hat Neffen und Nichten mit durchgefüttert und ihre Mutter gepflegt,hat (mein Vater allerdings auch)wildfremde Menschen geholfen.Nun ist sie 69Jahre alt und seit 8 Jahren in einem Pflegeheim, weit weg von ihrem Mann.Sie kann schon lange nicht mehr sprechen und gehen.Leider hat noch nicht einer von den vielen Menschen für die sie immer da war sie auch nur einmal besucht! Meinem Vater hat man nicht viel von seiner Rente gelassen,da das meißte ins Pflegeheim geht.Wenn ich meine Mama besuche zerreißt es mir jedesmal das Herz und sie stirbt immer wieder aufs Neue für mich.Da sie mich schon seit ca.9 Jahren nicht mehr erkennt ist es noch Schlimmer für mich geworden.Ich vermisse den Menschen der immer für mich da war und der immer ein offenes Ohr für meine großen und kleinen Probleme hatte,der Mensch der mich in den Arm genommen hat und mir sagte es wird alles wieder gut. Ich bin 44 Jahre alt und 22 Jahre verheiratet und habe 3 erwachsene Kinder und trotzdem fehlt mir meine Mutter soooo sehr! Es ist das erste mal das ich darüber rede bzw. schreibe.
    Danke fürs zuhören bzw. lesen!
    Barbara

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